Seitensprung in Wien

Es gibt zwei Arten von Wiener. Die Treuen, braven und anständigen, dann gibt es auch die, nennen wir sie mal die sexuell aufgeschlossenen, welche sich hinter einer Fassade verstecken. Im ersten Augenblick könnte man meinen ganz Wien ist verschlafen und eingebildet. Das täuscht aber nur. Die Wiener sind so programmiert, dass sie ihr Gegenüber erst mal richtig unter die Lupe nehmen. Bis man ein richtiger Freund wird, kann es schon eine Weile dauern. Bis dahin ist man ein Bekannter. Was aber nicht heißt, dass man mit einem Bekannten keinen Sex haben kann. Da sind die Wiener nämlich sehr eigen. Wer in Wien ein Seitensprung sucht, tut dies am besten in einem Lokal der Stadtbahnbögen. Hier versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, in der kalten Jahreszeit.

 

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Im Sommer sollte man es eher in der Innenstadt und auf der Donauinsel versuchen. Sobald es warm draußen wird, sind die Wiener in Flirtlaune und auch viel aufgeschlossener. Was sie aber nicht leiden können, sind dumme Anmachsprüche. Die kann man gleich wieder einpacken. Wer einen Wiener aufreißen möchte, braucht Charme und Stil. Versaute Wörter kann man sich fürs Bett auf heben. Hier wollen es nämlich Wiener echt wild und heftig. Bis dahin muss der Anstand stimmen. Weil nach diesem Kriterium wählen die Hauptstadt Menschen aus. Passt der Typ, geht es auch ins Bett. Aufgaben darf man bei einem Wiener Seitensprung nicht zu schnell. Er lässt sich gerne Zeit und spielt eine Runde den Verschlossenen. Lässt er sich einmal erweichen, ist er aber nicht mehr aufzuhalten.